Stolpersteine für Familie Eichwald
Familie Eichwald
Familie Eichwald lebte in Kappeln seit Alfred Eichwald, geboren 1862, im Jahr 1895 mit seiner Frau Emma und seinen drei Kinder, Richard (geboren 1880), Arthur (geboren 1889) und Jeanette (geboren 1896) dort hinzog. Er hatte ein Textil- und Schuhgeschäft. Das Geschäft übernahm später sein Sohn Arthur und im selben Haus führte sein zweiter Sohn Richard ab 1920 ein Tabakwarengeschäft.
Während der Reichspogromnacht am 10. November 1938 wurde der Laden und ihr Haus verwüstet, wobei Richard und Arthur ins Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt wurden. Als sie nach einigen Monaten wieder zurückkehrten zog die Familie nach Hamburg. Nur die drei Kinder Kurt, Erik und John von Richard und seiner Frau Emilie wurden mit einem Kindertransport nach England gebracht. Im Januar 1939 bekam Richards Frau Emilie eine Einreiseerlaubnis nach Dänemark, von dort aus hätte sie zu ihren Kindern nach England kommen können. Da die Einreiseerlaubnis nicht für ihren Mann galt nahm sie sie nicht wahr. Richard, seine Frau Emilie, Arthur, und seine Frau Selly wurden am 8.11.1941 von Hamburg nach Minsk deportiert wo sie ums Leben kamen.
Am 19. Juli 1942 wurde Alfred mit seiner Frau Emma und seiner Tochter Jeanette nach Theresienstadt deportiert und dann am 21. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka überstellt, welches sie nicht überlebten.


