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Geschichte der Schule

Schulchronik Teil I (ca. 1600 bis ca. 1800)

 

Die ältesten Nachrichten über eine „Kirchspielschule“ in Süderbrarup stammen aus dem Jahr 1606. Allerdings gab es zu dieser Zeit weder richtige Lehrer noch ein festes Schulgebäude wie wir es heute kennen. Die „Kirchspielschule“ fand in den privaten Räumen der Küster (=Kirchenangestellter) statt. Die Küster lehrten vor allem die Grundlagen des christlichen Glaubens. Da dieses Amt damals sehr schlecht bezahlt war, verdiente sich z.B. der Küster Asmus Petersen als sogenannter „Krüger“ (= Gastwirt) etwas Geld dazu. So heißt es in einem Verbot aus der damaligen Zeit: „Krüger kann kein Küster und Küster kein Krüger sein.“ Doch die Trennung von Küsterei und Krügerei war nicht so leicht durchzuführen, handelte es sich doch um eine lohnende Einnahme aus dem Kirchspielkrug.

 

Umstritten war auch der Bau einer kleinen Schulstube: Die Süderbraruper Bauern verlangten 1768 von Asmus Petersen, dass er selbst eine Schulstube bauen solle. Wie dieser Streit ausgegangen ist, weiß heute niemand.

 

Spätestens 1795 gab es in Süderbrarup zum ersten Mal eine Art Schulhaus, in dem alle Kinder in ein und derselben Klasse unterrichtet wurden. Es wird jedoch in den historischen Aufzeichnungen die räumliche Enge für über 70 Kinder in einem schmalen Raum beklagt. Da die Schülerzahlen ständig stiegen, musste eine zweite Schulklasse eingerichtet werden. 1839 wurde dann der Bau eines größeren Schulhauses erforderlich: Dies entstand im Winkel Teichstraße/ Kappelner Str. neben dem Pastoratsgarten.

 

Bereits 1865 musste aufgrund der hohen Schülerzahlen eine dritte Klasse eingerichtet werden. Da der Raum fehlte, fand der Unterricht im Pastorat in der Konfirmandenstube statt. Mittlerweile unterrichteten nicht mehr Küster, sondern Lehrer.

 

Der Bau der Kiel-Flensburger Bahn hatte eine bedeutende Zunahme der Einwohnerzahl zur Folge. Wegen Überfüllung der Klassen wurde 1891 eine vierte Klasse eingerichtet und mit dem Bau eines Nebengebäudes begonnen. Nun wurde auch nach Geschlechtern getrennt unterrichtet: Es gab eine Obermädchenklasse und eine Oberknabenklasse.

 

Wegen des großen Einzugsgebietes und der damit wachsenden Schülerzahlen wurde im Jahr 1905 ein ganz neues Schulgebäude eingeweiht: Die Schule am Markt prägte nun das Ortsbild Süderbrarups.

 

Schulchronik  Teil II (ca. 1900 bis heute)

 

Die Mittelschule (=>Realschule) Süderbrarup wurde 1925 gegründet und nahm den Unterricht im Gebäude einer ehemaligen Privatschule in der Bismarckstraße auf. 

 

Veränderungen brachte die Zeit des II. Weltkrieges (1939-1945) mit sich: Lehrer wurden zum Kriegsdienst eingezogen, so dass zum Beispiel die Schule in Dollrottfeld geschlossen werden musste und die Schüler nun nach Süderbrarup zur Schule gingen. Der zunehmende Einsatz der Schüler in der Landwirtschaft, überfliegende Bombergeschwader und Kohlenmangel führten immer wieder zum Ausfall des Unterrichts. 1945  wurde die damalige Mittelschule in der Bismarckstraße sogar zum Kriegslazarett umfunktioniert.

 

Die Folgen des Krieges wie etwa der Flüchtlingsstrom ließen die Schülerzahlen der Volksschule im Jahre 1946 auf 499 Kinder steigen. 1949 war der Höchststand der Volksschule erreicht: Insgesamt 698 Schülern standen lediglich sechs Klassenräume zur Verfügung. Bis 1959 entspannte sich die räumliche Enge durch Umsiedlung und den Bau eines Pavillons mit zwei Schulklassen.

 

1966 wurde die Mittelschule umbenannt in Realschule Süderbrarup. 1971 kann man von einer „Schule der Zerstreuung“ sprechen, da der Unterricht in fünf über den Ort verstreut liegenden Gebäuden erteilt wurde. Der Grund? Der Neubau in der Kappelner Straße 14 konnte nicht rechtzeitig fertig gestellt werden.

 

1970 wurde aus den 5.-9.Klassen der Volksschule die Bezeichnung „Hauptschule“. Die 1.-4. Klasse wird die Grundschule und zog in ihre heutigen Schulräume in der Bismarckstraße ein.

 

In den ersten Bauabschnitt unseres heutigen Gebäudes zog 1972 zunächst die Realschule ein. 1977 folgte dann die Hauptschule in den zweiten Gebäudeteil des Schulzentrums. 1994 erhielt die Hauptschule den Namen „Thorsbergschule“. Zur „Thorsbergschule“ gehörte mit einem weiteren Anbau 1998 auch die Förderschule.

 

Seit dem Schuljahr 2008/09 bilden Haupt-, Förder- und Realschule die „Gemeinschaftsschule Süderbrarup“